Modelle bauen

Logo_LempelModelle aus Karton bauen, bedeutet auch besondere Techniken anzuwenden, um zum Erfolg zugelangen. Hier einige Bemerkungen dazu. Bei Nachfrage kann diese Aufstellung erweitert werden.

Wenigsten einer in der Gruppe sollte Erfahrung in der Herstellung von Kartonmodellen haben. Alle Modelle sind so angelegt, dass Schüler ab der 4. Jahrgangstufe in der Lage sein müssten, die Teile zu verarbeiten. Gelegentlich kann auf zusätzliche Ausschmückungen verzichtet werden, um die Herstellung zu vereinfachen.

falten_vorn

ritzen

Die in der Regel gestrichelt (—–) dargestellten Linien werden auf der Vorderseite leicht eingeritzt. Hierfür eignet sich ein kleines Bastelmesser, wenn man darauf achtet, den Karton nicht zu weit einzuschneiden.

Einfacher geht es mit einer „Schneidenadel” die es früher für Folien von „Letraset” gab. Man kann sich eine Schneidenadel aber leicht selber herstellen. Eine Nähnadel in einem Rundholz eingeleimt hat den gleichen Effekt. Diese „Schneidenadel” hat den Vorteil, dass es damit nicht so leicht gelingt, den Karton durchzuschneiden. Man kann dafür auch eine Zirkelspitze benutzen. Ein leerer Kugelschreiber oder „Rollerball” geht auch. Man sollte erst einmal ausprobieren, wie stark man aufdrücken muss, um eine entsprechende Wirkung zu erzielen.

falten_hinten

falten

Klebelaschen nach hinten zu biegen ist nicht so einfach. Am besten geht es, wenn diese Linie (-x—–x-) von der Rückseite angeritzt wird. Je stärker der Karton ist, desto notwendiger ist diese Prozedur. Hierzu braucht man nur mit einer Nadel durch den Karton zu stechen und damit Anfang und Ende der Linie zu markieren. Das Teil lässt sich dann leicht auf der Rückseite anreißen und nach hinten knicken.

Je nach Stärke des Papiers kann hierfür von vorn geritzt werden. Bei stärkerem Karton sollte allerdings von der Rückseite gearbeitet werden. Die Biegekanten können dann mit Filzstift oder weichem Buntstift nachgearbeitet werden.

biegen_rollen

rollen

Große Kartonstücke kann man leicht über die Tischkante ziehen. Aber Vorsicht! Schnell ist hierbei das Teil geknickt. Schönere glatte Rundungen erhält man, wenn man ein Rundholz öfter über die Rückseite des Teiles rollt. Das Bauteil beginnt sich dann von allein zu krümmen. Kleinere Teile kann man dann mit einem runden Bunt- oder Bleistift in der hohlen Hand weiter formen.

Sollte jemand Interesse daran haben, die Anordnung der Bauteile auf den Bögen zu ändern, so sei darauf hingewiesen, dass später zu rollende Teile immer in Richtung „Hochformat” des Blattes angeordnet werden. Das entspricht der Papierfaserrichtung, die sonst für ein Knicken der Teile sorgt. Bei fertig zu kaufenden Modellbögen kommt es vor, dass die Teile brechen, da aus Preisgründen der Platz auf dem Karton voll ausgenutzt wird.

Loecher

lochen

Am einfachsten geht es natürlich mit einer Lochzange. Aber nicht immer reicht die Zange bis zu dem Punkt an dem ein Loch gewünscht wird. Dann ist es besser, man beginnt mit einer Nadel und weitet dann das Loch mit immer dickeren runden Gegenständen. Ich habe mir für diese Fälle 4 unterschiedlich starke Rundhölzer angespitzt. Auch bei größeren Löchern ist dieses zu empfehlen, wenn man nicht gleich mit einer Nagelschere den Rand entlang schneiden kann. Die ausgefransten Teile bei den „Bohrversuchen” begleiche ich hinterher mit einer ausrangierten „Hautschere”.

Leim

Bei den lösungsmittelfreien Klebstoffen kann es schnell zu einer unerwünschten Durchfeuchtung des Papiers kommen. Hier ist sparsamer Klebeauftrag angesagt. Leider klebt dann das Teil nicht so gut. Aber in Bastelgeschäften erhält man noch Klebstoffe der alten Art. Deren Einsatz in der Schule wäre dann aber vorher mit den Eltern zu klären.

Für den Kartonmodellbau gibt es auch besonderen weißen Leim, der nach den eigenen Bedürfnissen verdünnt wird und so auch mit einer Kanüle genau verabreicht werden kann. Verdünnt wird er mit Wasser und man verlängert so die Zeit zum platzieren der Teile.